Im Labyrinth der Leere

Feuilleton | aus FALTER 09/09 vom 25.02.2009

Spektakulär unspektakulär: die Kunst von Nicole Six und Paul Petritsch

Porträt: Nicole Scheyerer

In dem Video „Nebel“ von Nicole Six und Paul Petritsch ist fast nichts zu erkennen. Ein einzelner Schatten markiert eine Person, ansonsten nur undurchdringliches Grau. Zu dem Film gehört eine Serie von Zeichnungen, die jeweils nur ein Kreuzchen und eine gezackte Linie zeigen. Es handelt sich um stark abstrahierte Darstellungen der Routen, die historische Nord- und Südpolexpeditionen genommen haben. Die meisten dieser Reisen sind gescheitert, oft auf tragische Weise. Nicht selten haben Nebelwände die Forscher eingehüllt und in die Irre geleitet. Solche Momente der räumlichen Gefährdung, wo sich die Desorientierung und der Kampf dagegen hochschaukeln, faszinieren das Künstlerpaar Six/Petritsch. Für ihre Grenzgänge haben sie nun den mit 15.000 Euro dotierten T-Mobile Art Award erhalten.

Schon die erste erfolgreiche Arbeit der Künstler war in unwirtlicher Umgebung angesiedelt. Ein


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