„Wir verwechseln die Beute mit dem Feind“

Feuilleton | aus FALTER 09/09 vom 25.02.2009

Der Philosoph Robert Pfaller über geiles Rauchen, langweilige Politkunst und die sexfeindliche Linke

Interview: Matthias Dusini

In seinen Analysen der Gegenwartskultur versucht der Wiener Philosoph Robert Pfaller (geb. 1962), die blinden Flecken des liberalen Mainstreams sichtbar zu machen. Mit seinem aktuellen Buch „Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft“ gelang dem Dozenten an der Kunstuniversität Linz ein kleiner Bestseller; im April erscheint „Die Ästhetik der Interpassivität“ mit kunsttheoretischen Aufsätzen.

Falter: Sollen wir das Interview in der Du- oder der Sie-Form führen?

Robert Pfaller: Wie du meinst.

Wenn ich dein Buch richtig verstanden habe, dann leben wir in einer Du-Gesellschaft. In der altmodischen Sie-Form könnte man frecher und humorvoller argumentieren.

Pfaller: Das finde ich gut. Wechseln wir zum Sie.

Besuchen Sie manchmal Bordelle?

Pfaller: Nein, auch wenn ich nichts Schlechtes dran finde, wenn andere das tun.

Die von Ihnen geschmähte postmoderne Vernunft


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