Immer alles Gute

Stadtleben | aus FALTER 09/09 vom 25.02.2009

Der Biosupermarkt kommt. Verdrängt er kleine Bioläden, wiederholt sich die Geschichte jetzt biologisch?

Bericht: Florian Holzer

Der Rewe-Konzern jubelt. Die Biomarke „Ja! Natürlich“ feiert ihr 15-jähriges Bestehen, aus Anlass des Jubiläums wurde das 1000. Bioprodukt auf den Markt gebracht: Ziegenmilch aus der Tauernregion.

Dagegen in der Lindengasse in Wien-Neubau: Der Biosupermarkt Livit – 850 Quadratmeter Biohandel inklusive Bistrokonzept – sperrte im Dezember nach gerade einmal 20 Tagen zu, eine Betriebsdauer, die im Lebensmitteleinzelhandel doch eher als kurz gilt. Der oberösterreichische Betreiber gibt der Wirtschaftskrise, der rigorosen Kreditpolitik der Banken und der Biokonkurrenz durch die Handelsketten die Schuld, die Biosupermarktmitbewerber sehen die Ursache für die 14-Millionen-Euro-Pleite in strukturellen Problemen begründet. „Es reicht einfach nicht, Bioware in die Regale zu stellen“, sagt Stefan Maran, Betreiber von bisher vier Biosupermärkten im Raum Wien.

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