Bio ist gleich teuer? Wer bewusst einkauft, kann trotzdem sparen!

Stadtleben | aus FALTER 09/09 vom 25.02.2009

Das Preisloch klafft zwischen Lebensmitteln aus biologischem Anbau und jenen, die „herkömmlich“ produziert werden, stellte jüngst die Arbeiterkammer fest. Man verglich zwar nicht Äpfel mit Birnen, aber fast, und kam zum Ergebnis, dass ein Kilo Bioäpfel im Durchschnitt 2,56 Euro kostet, das Kilo Normaläpfel aber 0,89 Euro; ein Preisunterschied von 188 Prozent.

Nun ist den meisten Konsumenten klar, dass biologische Landwirtschaft aufwändiger und deshalb auch teurer ist. Wer sich nicht nur gesund, sondern auch bewusst ernährt, achtet beim Einkauf aber auch auf saisonale Produkte. Jetzt im Winter Erdbeeren zu kaufen und dann welche zu nehmen, die zwar bio sind, aber aus Übersee hergeschafft werden, ist natürlich Quatsch. Ebenfalls stellte die AK Preisunterschiede zwischen Handelsketten und Biosupermärkten fest und rät zum Preisvergleich. Das Argument, dass Bio automatisch teurer ist, entkräftet hingegen der (in diesem Fall tatsächlich etwas hinkende) Vergleich zwischen Trash und Bio.

So ist zum Beispiel das Kilo Fertigpommes aus der Tiefkühltruhe – abgesehen vom Energieaufwand – deutlich teurer als das Kilo Bioerdäpfel aus der Region. Wer sich über teuren Kräutertee aufregt, sollte mal nachrechnen, wie teuer ein Liter Eistee aus der Packung kommt. Es zeigt sich: Bewusst einkaufen kann sparen helfen. CW


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