Die List ist eine Tücke

Stadtleben | aus FALTER 09/09 vom 25.02.2009

Schönes Ambiente, aber Schnitzel wie Tischtennisschläger: das „Listaurant“

Florian Holzer beschreibt seit 1988 jede Woche ein neues Lokal

Es war einmal ein Stadtkrug. Das war ein Lokal in einem uralten Gewölbe in der Weihburggasse, appetitlich mit braunem Holz tapeziert und mit Dingen auf der Karte, die Busreisegesellschaften in Wien halt so erwarten. Dann kamen die Brüder Haslauer, machten eine „Spaghetti Factory“ draus, wo man Nudeln mit Namen wie „Mexican Blow-up“ bekam. Allerdings nicht lange.

Weshalb sie also neu disponierten und das Gewölbelokal zu einer etwas billigeren Filiale ihres erfolgreichen Edel-Italieners machten, es „Osteria Antinori“ nannten und damit den Franchise-Partner verärgerten. Worauf sie von dannen zogen und das Novelli gründeten– und der Rest ist eh Edelitaliener-Geschichte.

So gesehen ist das Lokal, in dem vor ein paar Monaten Gerhard List sein „Listaurant“ eröffnete, durchaus Beisl-historischer Boden. „Ehrliche Küche, listige Speisen“,

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