Kritik

Midori in Wonderland

Lexikon | aus FALTER 09/09 vom 25.02.2009

Ein altmodisches Kleid mit lila Blütenmuster, das sie in einem Secondhandshop in Tokio gefunden hat, diente Midori Mitamura als Ausgangspunkt ihrer aktuellen Ausstellung. Auf mehreren Fotos, die eine fast malerische Qualität auszeichnet, ist die japanische Künstlerin darin zu sehen, allerdings ohne ihr Gesicht. Diese Unsichtbarkeit passt zu dem verspielt-rätselhaften Charakter der Schau. Über eine große violette Blüte aus Filz am Boden hoppeln Häschen, und auch das wiederkehrende Motiv der Uhr erinnert an „Alice in Wonderland“. Die Begeisterung für die Niedlichkeit der japanischen Popkultur spielt auch für Mitamuras Kunst eine Rolle. So bildet ein Kinderlied den Sound für das verzaubert wirkende Video, in dem die Künstlerin durch eine Landschaft wandert. NS

Galerie Grita Insam, bis 21.3.


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