Eine Tote aus dem Osten - Denisa Š. und die anderen

Politik | aus FALTER 10/09 vom 04.03.2009

Aus zwei Gesellschaften: Mitteleuropa-Essayist Martin Leidenfrost hat den Tod einer slowakischen Altenpflegerin beschrieben

Rezension: Joseph Gepp

Eine Geschichte braucht kein Happy End, um interessant zu sein. Sie braucht keinen großen finalen Punkt, an dem sich alle Fragen aufklären und alle Widersprüche entwirren. Ihr Weg kann ihr Ziel sein - denn alle Aspekte, die man auf diesem Weg kennenlernt, prägen die Geschichte und schaffen das Interessante an ihr.

"Die Tote im Fluss" ist gewissermaßen ein gescheitertes Projekt. Der Autor wollte einen dieser Fälle aufklären, von denen man nicht weiß, ob es sich um einen Mord handelt oder um einen Selbstmord, ob jemand das Opfer in den Tod trieb oder es aus freien Stücken diesen Weg wählte. Einen dieser Fälle, die desto widersprüchlicher werden, je mehr man sich in sie vertieft.

Der Tod der slowakischen Altenpflegerin Denisa Šoltísová bleibt rätselhaft, auch nachdem ein Buch über ihn geschrieben wurde. Aber seine in dem Buch beschriebenen


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