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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 10/09 vom 04.03.2009

Atha Athanasiadis ist eine richtige Spaßbremse. Vergangene Woche schimpfte der neue News-Chefredakteur, weil Grünen-Chefin Eva Glawischnig "mit ihrem Mann den Wiener Kaffeesiederball besuchte" - und das ausgerechnet, als News das "grüne Drama" ausrief, weil sie eine Rechnung über 106 Euro für Kinderbetreuung während einer Klausur des grünen Parlamentsklubs aus dem Spesentopf für Abgeordnete bezahlen ließ. Na bumm. Und diese Woche? Da knöpft sich Athanasiadis Bundeskanzler Werner Faymann vor. Und zwar nicht, weil dieser sich als Sparefroh der Nation den langweiligsten Low-Budget-Schreibtisch aller Zeiten ins Bundeskanzleramt stellen ließ und man sich von einem Kanzler ein Mindestmaß an ästhetischem Empfinden erwarten dürfte. News ortet Führungsschwäche, weil Faymann im Fasching verkleidete Schulkinder empfing und sich outete: "Ich wäre gerne als Marienkäfer gegangen. Aber mein Büro hat es mir verboten", gestand der Kanzler. Dabei würden ihm ein paar Pünktchen auf den Wangen sicherlich gut stehen.


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