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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 10/09 vom 04.03.2009

Am Wahlsonntag war auf der BZÖ-Homepage ein Affe mit Hakenkreuzschleife zu sehen. Ja, da könnte man den einen oder anderen Witz machen. Aber eigentlich ist das Ganze nicht zum Lachen. Schließlich wurde nicht die Seite des Villacher Tischtennisvereins, sondern der Webauftritt einer Parlamentspartei gehackt. Das sagt viel über das Sicherheitsverständnis der Politik aus. Erst vergangenes Jahr machte Exinnenminister Ernst Strasser (ÖVP) Schlagzeilen damit, dass jemand seine persönlichen E-Mails gestohlen hatte. E-Mails, die Freunderlwirtschaft und Protektion im Innenministerium aufzeigen. Solche Datenpannen sind so lange witzig, solange dadurch Missstände auffliegen. Aber die Schlamperei am Computer kann auch gefährlich sein. Beispielsweise kamen dem Justizministerium tausende Häftlingsdaten abhanden. Das deckte das profil letzten Sommer auf. Doch wen kümmerte das? Nur eine Handvoll Datenschützer. Vielleicht ist es also gut, wenn Parteihomepages gehackt werden. Quasi zur Sensibilisierung.


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