"Die Schönheit in den Naturwissenschaften ist keine visuelle"

Feuilleton | aus FALTER 10/09 vom 04.03.2009

Der Physiker Anton Zeilinger hielt die Eröffnungsrede der Ausstellung "Fotografie und das Unsichtbare" in der Albertina. Danach sprach er mit dem Falter über den wissenschaftlichen Wert von Bildern.

Falter: Haben Sie viele Kollegen getroffen?

Anton Zeilinger: Leider nur wenige. Aber das liegt wohl daran, dass die Ausstellung unter Naturwissenschaftlern nicht so bekanntgemacht wurde. Ich habe Kollegen an unserem Institut gefragt: Die wussten nichts davon.

Was kann der Naturwissenschaftler in dieser Ausstellung lernen?

Zeilinger: Die Zeitskalen sind sehr spannend. Zwischen der Nachricht aus Paris, dass es die Fotografie gibt, und den ersten publizierten Aufnahmen in Wien liegen nur ein paar Wochen. Man hört, da gibt es was Heißes; sofort stürzt man sich darauf. Das ist dieselbe Dynamik, von der die Wissenschaften auch heute noch leben. Mir geht es selbst manchmal so. Wenn ich von einer Entdeckung lese, springe ich vom Sessel auf und laufe im Zimmer herum. So sehr packt mich das.

In der Ausstellung

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