Stadtrand

Urbanismuskolumne

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 10/09 vom 04.03.2009

Arg, wenn man die Werbung nicht versteht

Auch in dieser Zeitung machen die Wiener Linien Reklame für ihren Service. Das ist gut (für diese Zeitung) und wahrscheinlich auch gut fürs Image (der Öffis). Aber: Wir verstehen diese Werbung nicht. Manche behaupten jetzt, das Sujet mit den zwei leberkässemmelessenden Hacklern im Rohbau sei sexistisch und frauenfeindlich. Verstehen wir auch nicht. Der Spruch "Die ist ja noch ganz heiß" bezieht sich doch auf die Leberkässemmel, oder wie kommt man zu der Fehlinterpretation? Davor gab es ein Sujet, bei dem zwei Männer eine U-Bahn bestiegen. Darüber stand "Jetzt heißt es Bauch einziehen", und der Autor dieser Zeilen hat wochenlang überlegt, wieso die Herren auf dem Foto denn den Bauch einziehen müssen, der Waggon ist doch eh fast leer. Irgendwer erklärte schließlich, dass sich der "blöde Machospruch" auf die ebenfalls auf dem Foto in der U-Bahn anwesende Dame beziehe. Von wegen männlicher Blick und so. Auf dem Rohbaubild ist aber tatsächlich keine Dame, sondern nur Leberkäse zu sehen. Kann das bitte mal jemand aufklären?


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