Fußball

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 10/09 vom 04.03.2009

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Ende einer kuriosen Ära: Das war Karel Brückner

Die Ära Karel Brückner wird als eine der kürzesten und kuriosesten in die Geschichte des ÖFB eingehen. Das Engagement kam überraschend, weil Brückner als tschechischer Teamchef gerade in Pension gegangen war. Tatsächlich verhielt sich der 69-Jährige dann auch wie ein Rentner: Meistens saß er daheim in Olmütz vor dem Fernseher. Nur für Ländermatches verließ er mürrisch das Haus. Auf einen fulminanten Start (2:2 gegen Italien, 3:1 gegen Frankreich) folgten Niederlagen - und ein Unentschieden auf den Färöerinseln. Es wäre zwar lächerlich, Brückner die verlorene WM-Qualifikation vorzuwerfen. Aber eigentlich kann man sich seinen Arbeitsstil nur leisten, wenn man sich qualifiziert. Dass seine Ära zu Ende ist, wird vermutlich auch Karel Brückner begrüßen. Jetzt kann er sich im Fernsehen endlich wieder die Matches anschauen, die ihn interessieren.


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