Mumuths Premiere

Steiermark | aus FALTER 10/09 vom 04.03.2009

Das neue Haus der Kunstuni schwingt sich ein

Kritik: Herbert Schranz

Nach Jahren der Verzögerung wurde am Sonntag das lang ersehnte, wirklich bühnentaugliche Haus Mumuth der Grazer Kunstuni eröffnet. Mit einem Fest für den emeritierten Rektor Otto Kolleritsch, der die Baupläne hartnäckig vorangetrieben hatte. "Gesangsstimmen brauchen große Räume, um sie füllen zu lernen", befand der amtierende Rektor Georg Schulz in schlagender Argumentation in seiner Rede. Auch zur Profil-Schärfung der Universität ist dieser Bau unerlässlich. Dieses Profil umreißt die Schwerpunkte Gegenwartsmusik und Elektroakustik. Insofern ist Mozarts "Zauberflöte" zur Eröffnung ein Zugeständnis an ein breiteres Publikum, dem sich die Kunstuni mit dem Mumuth ebenfalls öffnen will. Immerhin gab's zu Beginn ein mikrotonales, an Bläser-Mehrklängen (über)reiches, recht statisches Ensemblestück des Kompositionsstudenten Hannes Kerschbaumer.

An der Akustik des Hauptraumes, des "Ligeti-Saals", die zur Eröffnung


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