Die durch die Hölle gehen

Extra | Werner Schandor | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Denis Johnsons monumentaler Vietnam-Roman "Ein gerader Rauch" ist nicht nur an Seiten stark

9/11 und der Krieg gegen den Irak haben in den USA alle anderen nationalen Traumata überschattet. So schien es zumindest eine Zeit lang. Aber Vietnam ist nicht vergessen. Der desaströse Feldzug gegen die Vietcong hat sich tief ins amerikanische Bewusstsein eingebrannt, die Spuren sind in Gestalt seelisch und körperlich verkrüppelter Veteranen immer noch allgegenwärtig.

Mit "Ein gerader Rauch" hat Denis Johnson einen großen Roman vorgelegt, der zu einer neuerlichen Auseinandersetzung mit einem besonders sinnlosen Krieg einlädt. In den USA wurde der Text mit dem National Book Award, der höchsten Auszeichnung für einen Roman, prämiert. Bettina Abarbanell und Robin Detje haben das Buch kenntnisreich und mit sicherem Gespür auch für die schwer zu übersetzenden Konnotationen und kleinen Details ins Deutsche übertragen.

Erstaunlich ist zunächst, wie gut Johnson, der als Autor von Kurzgeschichten


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