Textsplitter über den Bombenhagel

Sigrid Löffler | Extra | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

In dem Weltkriegsbuch "Menschenrauch" erinnert Nicholson Baker an die Verdienste des Pazifismus

Als sich der englische Schriftsteller Martin Amis in seinem Pamphlet "Koba the Dread" vor ein paar Jahren wortreich über Stalins Terrorregime empörte, da hoben sich in der Zeithistorikerzunft ironisch die Augenbrauen: Amis entdeckt die Gräuel des Stalinismus, 60 Jahre danach - guten Morgen!

Ähnlich abschätzige Reaktionen der Fachwelt erwarteten auch den amerikanischen Schriftsteller Nicholson Baker, als er im Vorjahr "Human Smoke", seine autodidaktische Chronik der Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs, herausbrachte und auf die Frage, was er als Nichthistoriker denn über den Krieg gewusst habe, treuherzig eingestand: "Ich bin nur ein mittelprächtig gebildeter Amerikaner, was heißt, dass ich im Grunde ziemlich wenig über die Welt weiß. Ich kannte die einfache Fernsehfassung des Zweiten Weltkriegs. Für mich ist alles neu, ich kann noch mit Staunen und Schock reagieren."

Im Schutze seiner

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