Auf der Suche nach Mr. Wright


Matthias Dusini
Extra | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

In "Die Frauen" hat sich T. Coraghessan Boyle den Architekten Frank Lloyd Wright zum Protagonisten gewählt. Bloß, warum?

Zum Selbstverständnis moderner Architekten gehörte es, den Menschen zu zeigen, wie sie zu leben haben. Entsprechend groß ist das Interesse daran, wie die Meister der Moderne selbst zu leben pflegten. Die Erinnerungen seiner Ehefrauen zeigen Adolf Loos als Pedanten. Nathaniel Kahn führt in dem Dokumentarfilm "My Architect" seinen Vater Louis Kahn als Egomanen vor, der sich zeitlebens auf Bauaufträge und Frauen konzentrierte, es an väterlicher Zuneigung zu seinen Kindern aus zahlreichen Ehen und Affären aber missen ließ. Und der amerikanische Schriftsteller T. Coraghessan Boyle stellt in seinem neuen Buch "Die Frauen" einen Architekten vor, dessen Lebensführung jener Kahns verwandt ist.

Frank Lloyd Wright (1867-1959), bekannt durch das New Yorker Guggenheim-Museum und die Fallingwater-Villa, ist der amerikanischste aller Architekten. Wohnen war bei ihm vom Pioniergedanken

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