Kriegsschauplatz Dreiecksbeziehung

Leopold Federmair | Extra | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Michael Stavaric unterfüttert die großen Themen Krieg und Gott mit flauschigen Kalauern

In seinem vor wenigen Monaten erschienenen Buch "Magma" hatte Michael Stavaric eine Menge Naturkatastrophen vorgeführt, in seinem neuesten, "Böse Spiele", geht es um Kriege. Mythische Kriege, Liebeskriege, Geschlechterkriege, häusliche Kriege - ohne konkrete Daten, was es in dieser Hinsicht von "Magma", einem chaotisierenden Internetlexikonroman, unterscheidet.

Hinter dem Aufmarsch großer Themen - Gott darf bei Stavaric auch nicht fehlen - steht freilich die eher banale Geschichte eines begabten Lovers, der zwei Frauen befriedigen soll, eine verheiratete mit Kind und eine mythische Amazone. Oder, wenn das Erzählkaleidoskop weitergedreht wird, und das geschieht in einem fort, eine Stadt- und eine Landfrau. Zu keiner von beiden vermag (oder mag?) der schemenhafte Ich-Erzähler eine dauerhafte Beziehung zu entwickeln. Die Stadtfrau verlangt fallweise von ihm, ihren Ehemann zu töten. Die Amazone steht

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