Das gehört doch mehr geschätzt!

Extra | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Buchbeilagen halten sich üblicherweise mehr oder weniger sklavisch an die Rhythmen des besinnungslos brummenden Buchmarktes. Jetzt wird entschleunigt: Vier Autorinnen empfehlen Bücher, die nicht ganz neu sind, aber mehr Aufmerksamkeit verdienen

Olga Flor empfiehlt: Eine österreichische Hungerkünstlerin

Der Hunger als zeitgenössisches Thema ist ja nichts Neues: und zwar in perverser Gleichzeitigkeit in Gestalt des brachialen armutinduzierten Hungers ebenso wie in der des Wohlstandshungers. Wohlstandshunger als Hunger auf das, was ausfüllen könnte, wenn man nicht von vornherein schon wüsste, dass die Befriedigung nicht von Dauer sein kann, dass das Sättigungsgefühl flüchtig ist und dass der Nachschub schon auf der Hand liegen muss, damit der Hunger eine Ruhe gibt.

Und, hast du's nicht gesehen, passiert doch glatt was Blödes, nämlich dass man den richtigen Zeitpunkt verpasst, an dem man gerade genug erwischt hat.

Dann passiert es, dass man schlingt, bis man kotzen muss oder kotzen


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