Erfolgloser Versuch in Sesshaftigkeit

Sebastian Fasthuber | Extra | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Atemlos und grandios: Stefan Schmitzers Debüt "Wohin die verschwunden ist, um die es ohnehin nicht geht"

Die Geschichte könnte mit einem Aufbruch beginnen: "an irgendeiner stelle: ein mädchen, das von zuhause abhaut. auf beifahrersitzen und ladeflächen." Ebenso gut wäre ein beschaulicher Einstieg möglich: "und das wäre dann die urszene. zwei männer sitzen auf steinstufen, auf einem öffentlichen platz, in der sonne, nahe der schattenlinie dreistöckiger altbauten."

Es kommt auf die Perspektive an. Der junge Grazer Autor Stefan Schmitzer (Jg. 1979), schon seit Jahren als Versprechen für die Zukunft gehandelt, legt als seinen Debütroman ein ebenso kühnes wie gelungenes Experiment vor. Das konsequent in Kleinschreibung verfasste Buch ("In ihr verwirklicht sich die Gleichheit der Wortarten und der Funktionen im Satzgefüge, und das auch noch in einer Weise, die meiner Faulheit beim Tippen entgegenkommt", erklärt Schmitzer gegenüber dem Falter) lässt sich genauso gut auf der letzten

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