Ist sie eine Sissi oder eine Liesl?

Extra | Werner Schandor | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

In "Wo ist Elisabeth?" zeigt Lucas Cejpek, wie ein kubistischer Roman ausschauen könnte

Lucas Cejpek hat ein neues Buch vorgelegt: "Wo ist Elisabeth?". Sein fünfter Roman nach "Ludwig" (1988), "Vera, Vera" (1992), "Ihr Wunsch" (1996) und "Keine Namen" (2001). Cejpeks Romane sind Konzeptbücher. "Keine Namen" zum Beispiel war als Selbstauskunft eines Geheimnisträgers in einem Ministerium angelegt, der aber nie auf den Punkt kommt - quasi die experimentelle Bürokratenversion eines Spionageromans. In "Wo ist Elisabeth?" treibt Cejpek wieder ein Spiel mit einer Leerstelle: Das Verschwinden bildet den Angelpunkt des Buches.

Eine Frau verschwindet. Der Verkäufer in der Sofaabteilung der Leiner-Filiale, die sie zuletzt besucht hatte, findet ihre Handtasche und ruft den Autor an, dessen Namen er im Telefonbuch gefunden hat. Der ist zwar mit der Verschwundenen, einer gewissen Elisabeth Cejpek, weder verwandt noch bekannt, begibt sich aber dennoch auf literarische Spurensuche.

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