Von Bibliophilen und Bibliophoben

Extra | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Umberto Eco legt eine Essaysammlung über die Liebe zu den Büchern als Dinge und beseelte Wesen vor

Umberto Eco liebt Bücher. Das kann man schon daraus schließen, dass im Hanser Verlag bereits 21 Bände von ihm erschienen sind. Er liebt es, Bücher zu schreiben, er liebt es, über Bücher zu schreiben. Und das sowohl in seinen Romanen - "Der Name der Rose" (dt. 1982), der ihn weltberühmt machte, handelte bekanntlich von einem verschwundenen Buch - als auch wissenschaftlich. Über "Die Grenzen der Interpretation" (dt. 1992) schrieb der Professor für Semiotik mit dem Gespür dafür, wie weit man Wissenschaft unter Laien bringen kann. In seinen "Sechs Streifzügen durch die Literatur" verirrte er sich nicht "Im Wald der Fiktionen" (dt. 1994), er extemporierte über "Die Bücher und das Paradies" (dt. 2003), und wir ahnen: Die Hölle muss für den bekanntesten lebenden Universalgelehrten ein Ort ohne Bücher sein.

Dass Eco die Bücher auch als Gegenstände liebt, also ein Bibliophiler ist,

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