Wunsch nach den eigenen vier Wänden für die Seele

Extra | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Adolf Holl macht sich auf, eine eigene, undogmatische Religion zu gründen - und scheitert dabei mit Lust und Heiterkeit

"Verlustanzeige. Ich habe meinen Glauben verloren.

In der Küche ist er nicht, auch nicht im Schlafzimmer.

Nur im Keller bin ich noch nicht gewesen"

Adolf Holl

Wie gründe ich eine Religion?" Das neue Buch von Adolf Holl ist keine Anleitung zu neuem Sektierertum, sondern die lebendige Suche nach religiöser Erfüllung von einem, der diese in der sinnesfeindlichen, dogmatischen römisch-katholischen Amtskirche nicht gefunden hat. Zur Erinnerung: Wegen seines aufsehenerregenden Buches "Jesus in schlechter Gesellschaft" geriet der 1930 in Wien geborene, 1954 zum Priester geweihte Theologe Holl in Konflikt mit seiner Kirche, der 1973 zum Entzug der Lehrberechtigung und 1976 zur Suspendierung aus dem Priesteramt führte. Für die lesenden und denkenden Zeitgenossen kein Anlass zu Traurigkeit: hatte er doch auf diese Weise mehr Zeit zu schreiben und zu diskutieren - etwa als Moderator


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