Goldenes Kalb und intelligente Krähe


Peter Iwaniewicz
Extra | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Anhand zweier Tierstudien lässt sich das Spannungsfeld zwischen Kultur- und Naturgeschichte abstecken

Tiere um uns - leben ihr Leben

Unzählige Arten sehen dich an

Tiere um uns - was wärn wir ohne sie?

Blumfeld, 2006

Als vor drei Jahren der Song "Tiere um uns" der deutschen Diskurspopband Blumfeld erschien, ging ein entsetztes Schnauben über diesen "Tabubruch" (Frankfurter Allgemeine Zeitung) durch die Szene der Musikauskenner. Schließlich schwenkte der Tross der Kritiker unter dem Vorbehalt "ironisch gebrochener Text" auf vorsichtige Bewunderung für diese explizite Beschreibung "eines längst ferngerückten Naturverhältnisses" ein. Offenbar gilt auch hier in Abwandlung des legendären Spruchs von Helmut Qualtinger: "Natur gegen Kultur, das ist Brutalität".

Im Bereich der Buchproduktion gibt es hingegen keine Berührungsängste mit dem Thema Tiere. Im Gegenteil, geradezu üppig werden jedes Jahr mehrere Dutzend Publikationen auf den Markt geworfen, die sich aus unterschiedlichster Perspektive

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