Schafft den Darwinismus ab!

Oliver Hochadel | Extra | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Nicht überall, wo Darwin draufsteht, ist auch Darwin drin. Ein Überblick zu den Neuerscheinungen im Jubeljahr

So ein Doppeljubiläum klingt zunächst einmal wie eine feine Sache: Vor 200 Jahren wurde Charles Darwin geboren, vor 150 Jahren erschien sein Hauptwerk "Über den Ursprung der Arten". Nur hat das simultane Hochlebenlassen von Mann und Theorie so seine Tücken. Klar, man darf Darwin als den größten Biologen aller Zeiten verehren. Nur hat sich die Evolutionstheorie seit seinen Lebzeiten derartig dramatisch weiterentwickelt, dass dem englischen Rauschebart wohl Hören und Sehen verginge, hörte er von Neandertaler-DNA oder Populationsgenetik.

Die britische Evolutionsbiologin Olivia Judson schlug daher in ihrem exzellenten Blog "The Wild Side" vor, den Begriff Darwinismus abzuschaffen. Wir flögen ja auch mit Flugzeugen und nicht mit "Wrighties". Ein ebenso berechtigter wie aussichtsloser Einspruch, Darwin und seine Theorie bleiben in unserer Vorstellungswelt untrennbar miteinander

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