Reisen und Lernen: Wir sind nur Gast auf Erden

Extra | Erich Klein | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Die Reisebilder von Claudio Magris folgen dem bildungs-bürgerlichen Kanon: Architektur, Museum, Geschichte, Bücher

Was Reisende an fremden Orten suchen, wissen sie meist selbst nicht. Claudio Magris, Triestiner Autor und Literaturprofessor, setzt sich in seinen zwischen 1982 und 2004 geschriebenen Essays jedenfalls nicht mit Restaurants, Hotels und Shopping auseinander. Seine Reisebilder folgen dem bildungsbürgerlichen Kanon: Kirche, Museum, Geschichte, Bücher. Ohnehin haben Schreiben und Lesen sowie Reisen einen gemeinsamen Ursprung - den Aufbruch. In einem umfangreichen Vorwort wird alles herbeizitiert, was von Odysseus bis Heinrich von Ofterdingen gut und teuer ist: Dichterisch wohnet der Mensch ... Wir sind nur ein Gast auf Erden ...

Zum Aufbruch gehört die Heimkehr, zur Gegenwart die Geschichte. Erfahrung lehrt uns Fahren, bestes Beispiel dafür ist Don Quijote, der erste große neuzeitliche Reisende. "Die Innerlichkeit muss umgestülpt werden wie ein Handschuh und in die Welt geschüttet",


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