"Trick or Treatment?" heißt die Frage

Extra | Stefan Löffler | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Edzard Ernst und Simon Singh holen weit aus, um den größten Teil der Alternativmedizin als Quacksalberei zu entlarven

Alternativmedizin ist, auch in Krisenzeiten wie diesen, ein Wachstumsmarkt. Weltweit 50 Milliarden Euro im Jahr wenden Anhänger, unheilbar Kranke und zunehmend auch Kassen für Akupunktur, Homöopathie und andere im Widerstreit mit der Schulmedizin stehende Verfahren auf. Ihre Wirksamkeit beschränkt sich überwiegend auf das, was ein Placebo hervorrufen würde. Also die Selbstheilungskraft von Körper und Geist, die durch die Zuwendung einer Behandlung ausgelöst wird.

Wobei gilt: Vom Arzt wirkt es eher als von der Schwester, eine große Pille stärker als eine kleine, und Nadel schlägt Pille. Über den Placeboeffekt hinaus hilft wenig: Bei Akne, Arthritis oder Verstopfung versprechen ayurvedische Behandlungen Linderung. Osteopathie hilft gegen Rückenschmerzen, ist aber teurer und nicht wirksamer als Krankengymnastik. Fischölkapseln reduzieren das Risiko von Herzerkrankungen.


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