Nicht fürs Leben lernen wir

Extra | Georg Eckelsberger | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Glücklich im Studium? Studierst du wirklich das Richtige? Was ist dir eigentlich wichtig im Leben? DURST hat mit Studienberatern und Ex-Studierenden über Karrierepläne in Zeiten der Krise gesprochen

Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Was wirst du in fünf Jahren machen? Wer willst du in zehn Jahren sein? Diese Fragen können auch die selbstsichersten, optimistischsten Gemüter unter uns in tiefe Krisen stürzen. Zum ersten Mal wurde ich im Alter von neun Jahren damit konfrontiert. Meine Volksschullehrerin, die sich sonst durch großes Einfühlungsvermögen und Verständnis ausgezeichnet hatte, gab ihren voyeuristisch-sentimentalen Gelüsten nach und wollte etwas über die Hoffnungen und Erwartungen der lieben Kleinen erfahren. Zwei Seiten in schönster Lateinschrift. Die ultimative Checkliste, der Wunschzettel an die Zukunft als Hausaufgabe.

Wegen der unbestimmten Ahnung von der existenziellen Bedeutung des Manifests, das ich anfertigen sollte, hielt ich die Antwort vage. Ich wollte


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige