Krumme Karrieren

Der Weg zum Erfolg ist oft ein seltsamer

Extra | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Arthur Schopenhauer

(1788 - 1860)

Als Philosoph und Uni-Professor stand er lange im Schatten seines Kollegen Hegel. Er musste bis ins hohe Alter warten, bis sein Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung", das er als 31-Jähriger veröffentlicht hatte, gelesen und geschätzt wurde.

Ignaz Semmelweis (1818 - 1865)

Der ungarische Arzt fand die Ursache des Kindbettfiebers heraus: mangelnde Hygiene bei Ärzten und Personal in Krankenhäusern. Dass sie Schuld am Tod vieler Mütter sein sollten, passte vielen Kollegen nicht. Deshalb wurde Semmelweis angefeindet und sie mobbten ihn aus dem Allgemeinen Krankenhaus in Wien. Er starb in der Irrenanstalt.

Pete Best (*1941)

Die Beatles ersetzten ihn 1962 durch Ringo - kurz vor ihrem Durchbruch. Später versuchte er (vergeblich), sich das Leben zu nehmen. 1996 wurde er mit der Veröffentlichung früher Beatlesaufnahmen ("Anthology 1") doch noch zum Millionär.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900)

Als er seine Professur wegen Krankheit niederlegte, wurde er heimatlos und verarmte. Seine letzten zehn Jahre verlebte er geisteskrank in der Obhut seiner Schwester. Die brachte "Wille zur Macht" heraus, ein Konglomerat seiner (und ihrer) Gedanken.

Franz Kafka (1883 - 1924)

Mit 35 Jahren erkrankte der kleine Beamte an Lungentuberkulose. Seine Werke wurden erst nach seinem Tod bekannt. Er selbst verfügte testamentarisch, sie sollten verbrannt werden.

Franz Schubert (1797 - 1828)

Der österreichische Komponist war so schüchtern, dass er seine Werke nur vor seinem Freundeskreis zu spielen wagte. Seine Sinfonien und Opern blieben zu seinen Lebzeiten unbeachtet. Die Opern bis heute. Schubert starb mit 31 Jahren an Typhus.

Matti Makkonen (*1952)

Erfand die SMS beim Pizzaessen. Der Finne erhielt für seine Idee keinen Cent, gehört heute aber zum Top-Management der finnischen Telekom.


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