Schwachstellen im FH-Gesetz

Grenzenlose Willkür

Marion Bacher | Extra | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Das Fachhochschulstudiengesetz lässt zu viel Spielraum. Dadurch sind Studierende oft der Willkür der Erhalter und Studiengangsleiter ausgesetzt.

Fehler dürfen nicht passieren. Schwangerschaft, psychische Probleme oder gar ein Todesfall in der Familie - der Grund muss schon ein triftiger sein, wenn Studierende ein Jahr auf einer Fachhochschule nach nicht bestandener kommissioneller Prüfung wiederholen wollen. Die Entscheidung liegt dabei einzig und allein beim Studiengangsleiter - denn er ist die höchste Instanz.

"Einer Wiederholung wird nicht immer stattgegeben", sagt Gerald Gruber, Leiter des Studiengangs "Geoinformation" der FH Technikum Kärnten. Wie vielen er es dennoch erlaubt hat, möchte er nicht sagen. Es wirkt, als ob es ihm ein bisschen unangenehm wäre, danach gefragt zu werden - als ob die Anzahl der Studierenden, die wiederholen dürfen, ein Zeichen seiner Schwäche wäre. Dabei ist es genau das Gegenteil. FH-Studierende mit einem kooperativen Studiengangsleiter können

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