„Wir sind ja nicht beim DKT“

Politik | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Finanzstadträtin Renate Brauner erklärt, warum Wiens Konjunkturpaket nicht das letzte gewesen sein wird

Falter: Das Wiener Gesamtbudget beträgt elf Milliarden Euro, für das Konjunkturpaket gibt es zusätzlich 100 Millionen Euro. Ist das nicht ein bisschen wenig?

Renate Brauner: Wir wollen, dass Geld in die Wirtschaft fließt. Da wirken nicht nur die neu dazugekommenen 100 Millionen Euro, sondern auch jene 573 Millionen Euro, die wir im regulären Budget an nachfragewirksamen Ausgaben haben. So kommen wir auf den Titel „700-Millionen-Konjunkturpaket“, wie er immer wieder verkürzt dargestellt wird. 673 Millionen sind es ganz exakt. Zum ersten Mal haben wir im Jahr 2009 dafür fremdfinanziert und wieder Schulden gemacht.

Die Inflation betrug über drei Prozent, alleine das Gesamtbudget musste deswegen um über 300 Millionen Euro wachsen. So gesehen sind die 100 Millionen mickrig.

Brauner: Man kann es eben nicht auf diese 100 Millionen reduzieren. Die 573 Millionen im regulären Budget


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