Jedem Primar seine Station, jedem Landeschef sein Spital

Politik | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Spitzenmedizin in jedem Kaff ist ein österreichischer Mythos. Ein neues Buch kratzt gewaltig daran. Zum Wohle der Patienten

Rezension: Andrea Fried

Spitäler sind gefährliche Orte. Jede Operation birgt ein Risiko in sich. Je älter und kränker der Patient, umso größer ist es. Es steigt aber auch mit mangelnder Hygiene, mit Ärzten, die zu wenig Routine haben. Oder mit Spitälern, die jeden Fall übernehmen, nur um ihre Betten auszulasten, möglichst viel Geld zu kassieren und ihr Dasein zu rechtfertigen. Diese Fakten sind in der Branche bekannt. Auch die Politik weiß davon. Nur die Bürger sollen weiter glauben, dass man in diesem Land an jeder Ecke eine gleich gute medizinische Behandlung bekommt. Spitzenmedizin für jedermann. Dass das nicht so ist, dafür bringt der Medizinjournalist Kurt Langbein in seinem neuen Buch „Verschlusssache Medizin“ handfeste Beweise.

Geholfen haben ihm dabei Ärzte, die nicht mehr schweigen wollen. Wie etwa der pensionierte Tullner Chirurg Franz Stöger.


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