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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Boris Nemsic hat nicht nur sehr viel Geld, sondern auch recht viel Humor. Als sich der Telekom-Boss vergangene Woche aus seinem Job verabschiedete, um künftig in Russland Geschäfte zu machen, widmete der Standard ihm einen „Kopf des Tages“. Dort ist zu lesen, dass Nemsic „jede freie Minute auf seiner Yacht (die er selbst als kleines Boot bezeichnet) und seiner Lieblingsinsel (die wirklich klein ist, aber ihm gehört) an der kroatischen Riviera verbringt“. Wenige Tage darauf ist Nemsic im Standard für einen Manager recht ungewöhnlich in der Badehose auf einem Schlauchboot abgebildet. Das Beweisfoto, sozusagen. Daneben gibt’s einen Leserbrief. Die „angebliche Yacht“ sei bloß ein fünf Meter langes Gummiboot, oder, wie Nemsic es nennt, eine „sechs Jahre alte Gumminudel“ – aber immerhin „mit Außenboarder, Platz für fünf Personen und einen Hund“. Auch die angesprochene, „von mir als Urlaubsinsel geliebte Insel ist übrigens die Insel Vis“ und gehöre ihm leider nicht. Denn: „Der kroatische Staat verkauft keine Inseln!“ Wir wollen es ihm glauben.


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