Technik

Dinge, die uns brauchen

Medien | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Für würdevolles Arbeiten unterwegs: der MID

Prüfbericht: Thomas Vašek

Schon einmal was von MID gehört? Nein, es handelt sich nicht um einen britischen Militärgeheimdienst, sondern um sogenannte „Mobile Internet Devices“. Das sind Minicomputer mit Netzzugang für unterwegs. Definitionsgemäß liegen MIDs nach Größe und Leistungsfähigkeit irgendwo zwischen Netbooks und Smartphones. Typische Vertreter der neuesten Generation, etwa von den Herstellern OQO oder UMID, sind gerade handflächengroß und wiegen weniger als 500 Gramm, haben aber trotzdem Festplatten mit 120 Gigabyte und ein vollwertiges Betriebssystem wie Windows Vista oder Linux. Mit anderen Worten: Man kann mit den Dingern arbeiten oder spielen wie mit einem „richtigen“ Computer.

So ungefähr klingt die Vision von Chiphersteller Intel, der das Konzept entwickelt hat. Nun fragen sich viele, wer so ein MID braucht. Einerseits reichen die neuen Smartphones für die meisten Internetanwendungen wie E-Mail oder Webbrowsing völlig aus. Andererseits sind die kleineren Netbooks längst klein genug für unterwegs. Trotzdem gibt es für die MIDs eine Nische. Das sind Leute, die nach einem mobilen Computer suchen, mit dem sie unterwegs vor allem drei Dinge tun können. Erstens schreiben. Zweitens E-Mails lesen. Drittens schnell etwas googeln. Das alles unauffällig und würdevoll, also mit ordentlicher Tastatur, und auch in der U-Bahn, wenn’s sein muss. Die MID-Nische bin ich. Mal ehrlich, Intel – das ist doch besser als nichts!

Thomas Vašek ist Chefredakteur des PM-Magazins und rezensiert für den Falter jede Woche Mediengadgets


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