Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

... dass die Wiener Linien Humor haben. Zumindest ließ man das Tag „U2 Schrottplatz“ unangetastet und -kommentiert, das Sprayer am Kopf des vor einem Monat beim Stadion verunglückten U-Bahn-Triebwagens angebracht hatten. Der Zug fuhr auf einen Prellbock, das Nickerchen des Chauffeurs hatte damals zwei Millionen Euro Schaden verursacht. Andere Graffiti wurden überklebt.

… dass Vögeln im Verkehr nicht geholfen werden kann. Zwei Schwäne legten Ende der Woche auf der Brigittenauer Brücke direkt auf der Fahrbahn ein Päuschen ein und beobachteten den von ihnen verursachten Stau. Als die Polizei kam, flogen sie aber davon, Respekt!

… dass Oberleitungen offenbar fragil sind. Vergangenen Sonntag riss eine der Leitungen. Der Westbahnhof blieb den ganzen Tag gesperrt, der Zugsverkehr wurde bis Montag über Hütteldorf abgewickelt. Verspätungen waren die Folge. Die Ursache für den Riss ist noch nicht geklärt.

... dass Wien Tel Aviv wird, oder umgekehrt. Von Mai bis September soll laut Presse am Donaukanal gegenüber dem Flex ein „Tel-Aviv-Strand“ aufgeschüttet werden. Besonders tel-avivig daran: die Großstadtmöblierung und eine nachempfundene Skyline der Mittelmeermetropole. Israel ist nicht nur Nahostkonflikt, will uns die israelische Botschaft damit sagen. Der Sommer kann kommen.

… dass Big Brother am Südbahnhof nicht mehr blinzelt. Die Installation des Medienkünstlers Hofstetter Kurt, die seit 1994 Reisenden zugezwinkert hat, wurde jetzt abmontiert. Im Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) wird das Kunstwerk ab April vier Jahre lang den Eingangsbereich im Auge behalten.


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