Fußball

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Chauvinismus, der okay geht: die 6+5-Regel

Die Fifa plant für 2012 die Einführung der sogenannten 6+5-Regel. Gemeint ist damit, dass Klubmannschaften ein Spiel mit mindestens sechs Fußball-„Inländern“ beginnen müssen – also Spielern, die für die Nationalmannschaft des jeweiligen Landes spielberechtigt sind. In Europa standen einer solchen Regel bisher die EU-Gesetze entgegen, die EU-Bürgern das Recht auf freie Wahl des Arbeitsplatzes garantieren; jetzt ist man angeblich kurz davor, für dieses Problem eine Lösung zu finden. So verzopft und chauvinistisch eine solche Quote erscheint, sie hat was für sich. Wenn etwa bei den Spitzenklubs der Premier League kaum noch Engländer ein Leiberl haben, fällt es langsam schwer, von „englischem“ Fußball zu reden. In Österreich wäre von der Reform übrigens nur Red Bull Salzburg betroffen – ein Grund mehr, die neue Regel herzlich zu begrüßen.


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