Meister der Inszenierungen

Stadtleben | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Eine Ausstellung zum 100. Geburtstag: Fred Adlmüller war Wiens letzter Couturier

Bericht: Christopher Wurmdobler

Kristallluster, Porzellanwindhunde mit Vasen auf den Köpfen, Schleiflackmöbel und vergoldete Sessel. Ein Mannequin, daneben ein berühmter deutscher Filmstar und der Meister, die ein bodenlanges Kleid aus Chiffonseide begutachten – so war das in den 60er-Jahren, so war das im „Studio“ von W.F. Adlmüller.

Fred Adlmüller (1909–1989) war Wiens letzter Couturier. Er war wichtiger Teil der besseren Gesellschaft, nicht nur Adabei, er war Meister seines Fachs, nicht nur publicitygeiler Modeunternehmer. Und er kleidete Schauspielerinnen, Sängerinnen und First Ladys ein – und schneiderte Bundespräsidenten den Frack.

Zum 100. Geburtstag widmet die Universität für angewandte Kunst, wo Adlmüller von 1973 bis 1979 als letzter „Langzeitprofessor“ die Modeklasse leitete und die seinen Nachlass verwaltet, dem Designer eine sehenswerte Ausstellung samt Publikation. Adlmüller,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige