Basics

Grundkurs Kochen (24)

Stadtleben | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Fastfoodketten, verrottete Sitten: Holt sie aus dem Rohr, die Fritten!

Es gibt junge Kolleginnen beim Falter, denen redigieren erfahrene Redakteure nicht nur die Texte, sondern schmieren ihnen auch das eine oder andere Butterbrot. Gäbe es in der Redaktionskombüse statt einer Kaffeedrückmaschine ein Backrohr (was überaus begrüßenswert wäre), würden die erfahrenen Redakteure womöglich auch die eine oder andere Alternative zu dem Zeug zubereiten, das die jungen Kolleginnen da ständig vom Fastfood-Händler ums Eck anschleppen. Pommes frites zum Beispiel.

Dafür braucht’s nämlich nicht viel! Vor allem braucht man für Pommes (die Generation McDoof würde sagen: „Potatoe Wedges“) keinen Tiefkühlquatsch und keine Fritteuse; ein Backrohr mit Backblech und idealerweise Backpapier, ein paar gute Bioerdäpfel, etwas Olivenöl, Meersalz und – wer’s mag – Kümmel reichen vollkommen.

Die Erdäpfel, am besten „vorwiegend festkochend“, gründlich waschen, trocknen, der Länge nach halbieren, größere Exemplare vierteln. Aufs Blech geben, etwas Öl drüber und bei 200 Grad ins Rohr damit! Nach ca. zehn Minuten wenden, mit Kümmel bestreuen oder vielleicht – ganz kinky! – ein Rosmarinzweiglein dazugeben und nochmals braten, bis die Rustikalfritten gar, von allen Seiten schön braun und knusprig sind.

Nun aus dem Rohr nehmen, in eine Schüssel geben, nach Geschmack salzen. Passt gut als Beilage – oder auch als Snack zwischendurch. Ketchup dazu ist okay, Mayonnaise gibt’s nur für die Holländer unter uns. cw


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige