Prost!

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Der gute Iren-Whiskey

Stadtleben | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Wenn der Kelte in uns zur Trinkverpflichtung ruft: Tue ihm Gutes

Man könnte der Trinkverpflichtung nachkommen, weil jetzt ja wieder St. Patrick’s Day ist (am 17. März), an dem sich Menschen grüne Sachen anziehen, Flüsse grün färben, traurige Lieder deutlich zu laut singen und, um das alles vor sich rechtfertigen zu können, ordentlich irisches Bier und irischen Whiskey in sich hineintun.

Wogegen ja auch überhaupt nichts spricht, man muss aber halt schon anmerken, dass es der irische Whiskey (den schreibt man wirklich mit „e“!) mit dem schottischen nicht so wirklich aufnehmen kann, dass die Whiskey-Produktion Irlands ausschließlich in der Hand von Großkonzernen liegt und dass es aber dennoch sehr viel besseren Stoff gibt als die hellbraune Billiglohe, mit der einem da zu St. Patrick’s normalerweise das Hirn mariniert wird.

Der Redbreast, zum Beispiel, gehört wie fast alle Iren-Whiskeys zu den United Destillers und wird in der hochmodernen Brennanlage in Midleton hergestellt, ist aber einer der wenigen irischen „Pue Pot Still“-Whiskeys, also vergleichbar mit schottischen Single Malts.

Außerdem bemerkenswert: Gemaischt wird hier nicht nur gemälzte Gerste, sondern auch ungemälzte, erklärt Österreichs Whisky-Guru Mario Prinz, was auf eine alte Malzsteuer zurückzuführen ist und im Laufe der Zeit Tradition wurde. Der Redbreast steckt zudem in einer hübschen Flasche und schmeckt auch fruchtig und komplex. Bekommen kann man ihn um € 39,– bei Pot Still (8., Strozzig. 37, www.potstill.org). fH


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige