Die Cutter: Unbedankte Schwerstarbeiter in der Dunkelkammer

Steiermark | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Diesen Winter saß Niki Mossböck in Decken gehüllt in einem Haus in Sarajevo vor den Monitoren. Die Raumtemperaturen glichen sich den Außentemperaturen an, Russland hatte die Gaslieferungen auch an Bosnien eingestellt. Die Grazerin Mossböck blieb von Mitte Oktober bis Mitte Jänner, um „Na putu“, den zweiten Spielfilm von Jasmila ®banic´, zu schneiden. Für die letzte gemeinsame Arbeit „Grbavica“ gab es 2006 den Goldenen Bären der Berlinale.

Damals fiel auch ein wenig des Ruhms auf die Cutterin ab, deren Arbeit im Normalfall nie so sichtbar wird wie die der Schauspieler oder des Regisseurs eines Films. Auch den Diagonale-Eröffnungsfilm „Kleine Fische“ hat Niki Mossböck geschnitten. Marco Antoniazzi war die meiste Zeit bis zum finalen „Picture Log“ im Schneideraum dabei. Danach ging es für Mossböck zurück nach Sarajevo.

Kennen gelernt haben sich ®banic´ und Mossböck in Berlin, wo die freie Cutterin eine Zeit gelebt hat. Mit Graz verbindet sie ihre Workshops bei

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