Uferlos: Wiedersehen macht Freude

Im Theater Akzent startet ein neues Minifestival mit altbekannter Berliner Queer-Kultur

Christopher Wurmdobler | Lexikon | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Es ist einige Zeit her, da sorgte das Theater-, Kleinkunst- und Musikfestival „Wien ist andersrum“ für gehörigen Wirbel in der Stadt. Nicht nur wegen des aufmüpfigen Titels oder der frechen Plakate („Jörg ist schwul“), sondern vor allem wegen seines ambitionierten Programms. Ende der 90er-Jahre war das, und viele Künstlerinnen und Künstler traten damals zum ersten Mal in Wien auf – obwohl sie woanders längst etablierte Stars waren. Das „Festival vom anderen Ufer“ fand einige Male statt, dann gab’s finanzielle Probleme, und damit wurde es still um Kleinkunst aus der internationalen und lokalen lesbischen und schwulen Ecke.

Beziehungsweise treten jene Künstlerinnen und Künstler, die bei „Wien ist andersrum“ ihr Wien-Debüt gegeben hatten, längst auch im regulären Rahmen auf, in Kleinkunsttheatern oder – wie die deutsche Fernsehsexikone Lilo Wanders – sogar im Theater in der Josefstadt.

Ist das Thema gegessen? Offenbar nicht, finden die Veranstalter des neuesten

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