Ohren auf!

Sammelkritik

Gerhard Stöger | Lexikon | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Wie finden wir das, wenn eine junge britische Band klingt, als würden die U2 der mittleren 80er versuchen, Joy Division nachzustellen? Oder, mit dem Pop unserer Tage gesprochen, als würden die Killers auf der großen Las-Vegas-Showbühne einen auf Interpol machen?

Teilweise super, teilweise aber schon auch etwas daneben, lautet die Antwort im Fall der White Lies und ihres theatralisch „To Lose My Life …“ (Polydor/Universal) betitelten ersten Albums. Für die Ewigkeit ist hier definitiv nichts gemacht, eine kurze, heftige Erregung ist aber allemal drin. Für schicke junge Menschen der Neigungsgruppe „Dancing with Tears in my Eyes“.

„Well I’m not exactly happy and I’m not exactly sad“, singen die Antennas zu Beginn ihres neuen Albums „Feeling Feline Tonight“ (Schoenwetter/Hoanzl). Was folgt, ist aber trotzdem kein Durchschnitts-Wischiwaschi. Das schwedische Trio kombiniert Synthiebeats und schnittige Gitarren, forcierte Rhythmusarbeit und aufgekratzten Gesang. Das Ergebnis

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