TheaterKritiken

Versalzene Gans aus Plastik

Steiermark | Gregor Schenker | aus FALTER 11/09 vom 11.03.2009

Den Martinstag hat der deutsche Autor Martin Heckmanns in seinem Stück „Ein Teil der Gans“ gewählt, um sich über die Form des Boulevard mit der Wahrnehmung des Fremden zu beschäftigen. Bettina und ihr Mann erwarten den fremdländischen Amin, von dem sich Bettina einen Job erhofft, und dessen Frau zum Martiniganslessen. Das Essen misslingt, die Konversation detto. Alfred Haidachers Inszenierung im Theater im Keller kann nicht misslingen, da sie sich für nichts entscheidet.

Heckmanns bricht die Form des Boulevard am Schluss seines Stückes, indem die Situation ins Gewalttätige kippt. Im Theater im Keller kippt oder bricht aber nichts. Die Gans bleibt aus Plastik, das Schaben über ihre verbrannte Kruste angetäuscht.

Theater im Keller, Fr, Sa, Mi, Do 20.00


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