Premiere

Schlingensief ist wieder da: "Mea Culpa" an der Burg

Wolfgang Kralicek | Lexikon | aus FALTER 12/09 vom 18.03.2009

Der deutsche Filmemacher, Theaterregisseur und Aktionskünstler Christoph Schlingensief, 48, ist wieder in Wien. Mit "Mea Culpa" hat seine dritte Inszenierung am Burgtheater Premiere. In "Bambiland" (2003) brachte Schlingensief ein Stück von Elfriede Jelinek zur Uraufführung, verwendete dabei aber nur Spurenelemente des Textes; stattdessen ergoss sich eine Flut an - zum Teil pornografischen - Bildern über die Bühne. Für "Area 7" (2006) verwandelte er Bühne und Zuschauerraum des Burgtheaters in eine Art szenisches Privatmuseum, das Einblick gab in Schlingensiefs Universum, das von Joseph Beuys ebenso geprägt ist wie von Richard Wagner.

Ähnlich chaotisch dürfte es auch in der neuen Arbeit "Mea Culpa" zugehen. In der "ReadyMadeOper" hat Wagner ebenso Platz wie Schönberg, Nietzsche oder Jelinek. Darüber hinaus verarbeitet Schlingensief an dem Abend aber auch ein sehr persönliches, existenzielles Thema. Im Jänner des Vorjahrs war in seiner Lunge ein extrem aggressives Karzinom entdeckt

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