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Stefan Schmitzer: Die Frage, um wen es hier geht

Lexikon | aus FALTER 12/09 vom 18.03.2009

Ein gelungenes Romandebüt legt der junge Grazer Autor (Jg. 1979) mit "wohin die verschwunden ist, um die es ohnehin nicht geht" vor. Schmitzer gelingt es in dem Buch, zwei schöne Seiten der Literatur zusammenzubringen, die viel zu selten in einem Text Platz finden - formal-ästhetischen Anspruch und Unterhaltung, Sprachwitz und Action. Ein Schulschwänzer und sein Lehrer machen die Entdeckung, dass sie etwas gemeinsam haben: Sie wurden von ein und derselben Frau verlassen. Die Suche nach ihr gestaltet sich freilich eher als Suche nach der eigenen Identität. Der Clou: Wenn man das Buch verkehrt rum aufschlägt, bekommt man die Geschichte aus der Perspektive der Frau erzählt. SG

Quartier21, Do 19.00


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