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Kunst, Künstler, Kontext: "Wie man ruhig wird"

Lexikon | aus FALTER 12/09 vom 18.03.2009

Ein bisschen ist alles so, wie der geneigte Leser der Kronen Zeitung es im Innersten seines Herzens eh schon immer wusste: Gutmenschen, zumal solche, die irgendwie künstlerisch arbeiten, sind gar keine so Guten! Im vorliegenden Fall heißen sie Nike, Bilal und Marvin und stürzen sich in einen Workshop mit Migranten afrikanischer Herkunft, doch im Verlauf des gruppendynamischen Prozesses treten die politischen bald gegenüber den persönlichen Interessen ("Sexuelle Vorlieben? Muschi. Blasen auch.") in den Hintergrund. Loretta Fahrenholz und Hans-Christian Lotz haben "Wie man ruhig wird" als parodistische Stilgemengelage auf dies und das und auch noch jenes inszeniert. Einen "kaleidoskopisch-reflexiven Film" nennt man das heute. Selten so gelacht. MO

Im Top-Kino, Mi 19.00 - Präsentation in Anwesenheit der Filmemacher


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