Kolumne

Barack Obama scheint seine Versprechen ernst zu nehmen

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 12/09 vom 18.03.2009

Amerika ist anders. Die neue Führung im Weißen Haus hört zu, denkt nach und will partout nicht mehr alleine agieren. In den dunklen Bush-Jahren haben sich die Europäer diesen Multilateralismus sehnlichst gewünscht. Jetzt reagieren sie verstört auf die Gesten der Umarmung.

Die Vorschläge des obersten Wirtschaftsstrategen der Obama Administration, Larry Summers, Amerikaner und Europäer müssten gemeinsam viel mehr Geld ausgeben gegen die Rezession, schockieren Brüssel und Berlin. Bei dem mit großen Erwartungen verbundenen G-20-Gipfel mit Barack Obama in London Anfang April droht ein Krach mit ungewohnten Vorzeichen: linkskeneysianisch-aktivistisch die Amerikaner, konservativ-betulich die Europäer. Die Regierungen in Prag und Warschau sind sowieso verschnupft, weil Barack Obama das unsinnige Raketenprojekt in Osteuropa auf die lange Bank schieben will, um die Beziehungen mit Moskau zu verbessern. Ein Abwehrsystem, das technisch nicht funktioniert, gegen iranische Langstreckenraketen,

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