Hannes Swoboda, EU-Kandidat in spe, will den SPÖ-Wahlkampf ohne die Hilfe der Krone führen

Politik | aus FALTER 12/09 vom 18.03.2009

Interview: Stefan Apfl

Falter: Werden Sie die SPÖ als Spitzenkandidat in die Europawahl führen?

Hannes Swoboda: Das wird erst am 25. März entschieden. Momentan sieht es so aus.

Dem Vernehmen nach suchte Faymann nach einem frischeren Kandidaten. Sind Sie der Notnagel?

Swoboda: Die Spitzenkandidatur war nicht mein Ziel. Konkrete Arbeit ist mir wichtiger als sogenannte Frische. Ich empfehle meiner Partei aber, das nächste Mal viel früher anzufangen.

Exkanzler Franz Vranitzky meint, es gäbe gar keine Europapolitik der SPÖ.

Swoboda: Die Verunsicherung vieler Wähler hat zu einer Verunsicherung an der Spitze der Partei geführt. Seit der Wirtschaftskrise kommt es aber auch in der SPÖ wieder zu einer klaren proeuropäischen Linie.

Wie sehen Sie heute den Faymann-Gusenbauer-Brief an die "Krone"?

Swoboda: Den Wählern wurde damit signalisiert, dass man ihre Unsicherheit ernst nimmt. Der Brief war eine Notreaktion. Die sind nie optimal.

Wie unterscheidet sich Ihre Vorstellung von Europa von der Faymanns?


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