Der ORF. Viel begehrt und kaum verstanden

Medien | aus FALTER 12/09 vom 18.03.2009

Wozu es öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt. Und warum Faymann und Pröll gegen ihre Interessen handeln, wenn sie den ORF in ihren Dienst nehmen

Essay: Armin Thurnher

Wie überall ist auch im Bereich des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Krise. In Deutschland wird Nikolaus Brender, der Chefredakteur des ZDF von CDU-Politikern öffentlich attackiert; er soll seinen "öffentlich-rechtlichen Katholizismus" übertrieben haben, sagte Angela Merkel. Der konservative hessische Ministerpräsident Koch greift Brender wegen angeblich sinkender Zuschauerzahlen, in Wahrheit wegen vermeintlicher Unbotmäßigkeit an. In Frankreich hat Nicolas Sarkozy beim staatlichen Sender France Télévision die Werbefinanzierung abgeschafft und dafür per Gesetz eingeführt, dass er als Präsident den Generaldirektor persönlich ernennen darf. In Italien ist die RAI von Berlusconi zerstört, der seine Kritiker hinauswarf; dort diskutiert man darüber, ihr ebenfalls die Werbefinanzierung zu nehmen. Die Gebührenfinanzierung


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