Medieninstallation mit Irokesenschnitt

Feuilleton | aus FALTER 12/09 vom 18.03.2009

Was passiert mit den "Augen", die 15 Jahre lang am Südbahnhof dem Reisenden zuzwinkerten und nun demontiert wurden?

Reportage: Matthias Dusini

Klickklack, klickklack. Hunderttausende Reisende kennen das Geräusch über der Rolltreppe, die von der Kassenhalle des Südbahnhofs zu den Bahnsteigen 11-19 führt.

Links und rechts der Rolltreppe hängen seit 1994 zwei Kugeln, die einen Bildschirm ummanteln, auf dem ein Auge zu sehen ist, das sich öffnet und schließt: klickklack, klickklack. Die Kunstinstallation "Ein Augenblick Zeit" wurde am 9. März abmontiert. "Die Augen sind im Keller", sagt deren Schöpfer, der Wiener Medienkünstler Kurt Hofstetter.

Am Donnerstag, den 19. März, wird dann ein Spediteur die Kisten mit dem Kunstwerk aus dem Lagerraum der inzwischen geschlossenen Gepäckaufbewahrung holen und sie nach Karlsruhe ins Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) bringen.

ZKM-Leiter Peter Weibel kam zur feierlichen Demontage des Kunstwerks. "Ich hoffe, dass die Österreicher ihrer


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