"Wienerwald, Central Park, wurscht!"

Feuilleton | aus FALTER 12/09 vom 18.03.2009

Die Musikern Eva Jantschitsch alias Gustav über die pop-poetische Fruchtbarkeit des Frühlings

Zum Frühling fällt mir das Buch "Häutungen" von Verena Stefan ein, das folgendermaßen beginnt: "Aus dem Winter unversehens in den Grünfall der Birken geraten." Das ist auch der Ausgangspunkt für den beginnenden Erkenntnisprozess der Protagonistin, ihren Ausbruch aus der heterosexuellen Matrix, dann Anfang einer lesbischen Liebe und das Erobern eines neuen Körperbewusstseins.

Eine weitere Assoziation ist Konstantin Weckers eindringlicher Frühlingsgesang: "Wenn der Sommer nicht mehr weit ist, / Und die Luft nach Erde schmeckt, / weiß ich, dass das meine Zeit ist, / weil die Welt dann wieder brrreit ist / satt und ungeheuer fett". Vorgetragen in diesem vulgären, pathetischen Bayrisch, finde ich das schon sehr hinreißend. Natürlich kommt bei Wecker, was bei Wecker kommen muss: der Vergleich mit dem prallen Weib - Lust, Libido, Fruchtbarkeit.

Den Säften ausgeliefert

Der Frühling steht pop-poetisch


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